Wortzauberei

Texte

Der ewige Kreislauf des Lebens

 

 

Wenn wir eines Tages diese Welt wieder verlassen werden,

so bleibt unser Geist hier auf Mutter Erde als die Erinnerung an uns selbst und unser Sein in diesem Leben zurück. Es wird nicht nur das Erbe sein, welches wir denen hinterlassen,

die wir dadurch zurück lassen werden, bis die Zeit gekommen ist, einander wieder zu begegnen, in einem neuen Leben. Ebenso ist diese Erinnerung unser eigenes Erbe,

in welches wir wieder Einkehr finden werden, um uns erneut zu erfahren auf dieser schönen Welt.

 

Wir werden genau dort weiter machen, wo wir einst aufgehört haben im ewigen Kreislauf des Lebens zu existieren und unsere verbliebene Erinnerung wird zum Erfahrungsfeld und ersten Wohnsitz unserer Verbundenheit aus Körper, Geist und Seele.

Unser Hafen, von welchem aus unsere neue Reise und die damit verbundenen Abenteuer beginnen dürfen.

Was wird uns erwarten? Ist dies wirklich so ungewiss, oder haben wir nur etwas dabei vergessen? Sind es doch wir, die diese Erinnerung kreiert haben.

Mag sein, erinnern wir uns nicht gleich an unsere eigene Erinnerung, doch wir werden uns erinnern. Wir dürfen sie erleben, in all ihrer facettenreichen Ausprägung.

 

Was möchten wir der Welt und uns selbst somit hinterlassen, am letzten Tag unseres momentanen Daseins?

Mut? Hoffnung? Liebe? Dankbarkeit?... Oder vielleicht doch etwas anderes wie z.B. Missgunst, Verrat, Wut und der Gleichen? Vielleicht ein wenig von beidem?

Ich selbst, und niemand sonst auf dieser Welt, kann darüber entscheiden welchen Samen ich setzen werde, bevor ich mich auf die letzte Reise begebe.

Während meiner Abwesenheit wird dieser Samen keimen. Er wird zu einem kräftigen Gewächs sich erheben und vielleicht schon die ersten Früchte tragen, bis zu dem Tag wenn ich wiederkehre.

 

Diese Früchte werden meine erste Speise sein. Vielleicht sogar die Speise meiner Nachkommen während meiner Abwesenheit. Eine Art Familien(stamm)baum vielleicht?

Der Samen für diesen Baum ist eine Kreation meines Geistes in Verbindung meiner Taten als Manifest in dieser Welt und wird durch letztlich meinen Gedanken im Entstehungsprozess genährt.

So ist einst die Welt entstanden. Anfangs war es „nur“ eine Idee, ein Gedanke, oder einfach ein kleines Samenkorn welches eines Tages begann zu wachsen. Heute ist dieser Samen ein großer Baum, welche die unterschiedlichsten Blüten und Früchte aufweist. Jede Blüte und die folglich daraus entstandene Frucht ist eines unserer Leben. Man könnte sagen, dieser Baum ist ein Zusammenschluss all unserer Lebensbäume an sich. Die Früchte haben verschiedenste Formen und Farben, sowie auch Geschmäcker bekommen. Jeder von uns ist ein Gedanke in diesem riesigen Geflecht. Zu jedem Ast gehört eine Wurzel, welche ihn nährt.

 

Es sind unsere Gedanken welche darüber entscheiden, ob unsere Früchte wohlschmeckend sein werden, oder nicht. Ob unsere Äste genug Wasser und Nahrung erhalten um zu gedeihen, oder nicht. Ja, selbst ob wir überhaupt den Willen und die Kraft haben werden zu erblühen um letztlich eine Frucht tragen zu können oder nicht obliegt unserer Entscheidung und den damit verbundenen Gedanken.

Sind diese Rein, wie unser Herz es ist und stark mit diesem verbunden, so werden wir die schönsten Blüten hervorbringen und die wohlschmeckendsten Früchte tragen. Sie werden reichlich reifen, sodass selbst andere davon kosten können. Sie werden uns nähren, unseren Körper, unseren Geist und ebenso Nahrung unserer Seele sein.

Die Samen dieser Früchte werden genau die Samen sein, welche wir pflanzen an unserem letzten Tag und die Früchte tragen, welche wir bei unserer Wiederkehr verzehren. Unsere Verbindung untereinander ist ebenso von großer Bedeutung, denn ein Jeder Baum der mit der Urkraft des Urgedankens, oder nenne ich es mal der Quelle des Lebens verschmilzt, hilft mit den gesamten Baum zu stützen und sorgt gleichermaßen dafür nicht selbst einmal einfach weg zu brechen in den Stürmen, die das Leben mit sich bringt.

 

Wir sind hier um zu lernen. Von der Natur, wie man gesunde und ertragreiche, wunderschöne Pflanzen züchtet. Sie kann es uns lehren. Was es heißt ein Baum zu sein welcher starke Wurzeln und eine fest Krone hat und im Einklang mit allem zu existieren vermag.

Es gibt niemanden auf der Welt der es besser könnte, vor allem auch wenn es hierbei zusätzlich  um gesunde und schmackhafte Früchte dabei gehen soll, welche uns in allen Ebenen unseres Seins sättigen und nähren.

 

Wir haben immer die Wahl, ob wir mit ganzem Herzen uns dieser Herausforderung annehmen möchten, oder nicht. Nur wir allein sind für die Frucht unseres Lebens und unserem daraus entstandenen Samen welchen wir Jetzt für das Morgen pflanzen dürfen verantwortlich.

 

Möge es eine Frucht sein, welche süß wie die Liebe ist, und uns erfüllt in all unserem Sein.

 

Ari!

 

Bon Apetit